Direktsaat
Bei der Direktsaat kommen Samen an ihren späteren Wachstumsort. Dadurch entfällt das Umpflanzen empfindlicher Jungpflanzen.
Im Garten anwenden
Saatbett, Feuchte und Beschriftung vor dem Säen vorbereiten.
Häufig verwechselt
Ein passender Monat allein genügt nicht, wenn der Boden noch ungeeignet ist.
Vorkultur
Vorkultur bedeutet, Jungpflanzen geschützt vorzuziehen und später auszupflanzen. Sie verlängert bei geeigneten Kulturen die nutzbare Wachstumszeit.
Im Garten anwenden
Licht, Temperatur und späteren Stellplatz gemeinsam planen.
Häufig verwechselt
Sehr frühe Aussaat ohne genügend Licht erzeugt häufig schwache Pflanzen.
Keimblätter
Keimblätter gehören bereits zum Embryo im Samen. Sie sehen bei vielen Arten anders aus als die späteren Laubblätter.
Im Garten anwenden
Beim Bestimmen junger Pflanzen auf die nachfolgenden echten Blätter warten.
Häufig verwechselt
Die Form der Keimblätter allein reicht nicht immer für eine sichere Artbestimmung.
Keimtemperatur
Keimtemperatur bezeichnet den Temperaturbereich, in dem Samen einer Art gut keimen. Die Bodentemperatur kann von der Lufttemperatur abweichen.
Im Garten anwenden
Angaben zur Art oder Sorte und möglichst die Temperatur im Substrat beachten.
Häufig verwechselt
Mehr Wärme beschleunigt nicht bei jeder Kultur die Keimung.
Keimdauer
Keimdauer ist der Zeitraum zwischen Aussaat und sichtbarem Auflaufen. Sie wird durch Temperatur, Feuchte und Saatgutzustand beeinflusst.
Im Garten anwenden
Aussaatdatum notieren und den für die Kultur üblichen Bereich abwarten.
Häufig verwechselt
Einige noch nicht gekeimte Samen sind kein Grund, täglich neu zu säen.
Saattiefe
Saattiefe bezeichnet den Abstand des Samens zur Oberfläche. Lichtbedarf und Samengröße spielen bei der Wahl eine Rolle.
Im Garten anwenden
Die artspezifische Saatanleitung vor einer allgemeinen Faustregel bevorzugen.
Häufig verwechselt
Alle Samen gleich tief zu bedecken kann die Keimung verhindern.
Stratifikation
Stratifikation ist eine kontrollierte Behandlung von Saatgut, häufig mit feuchten Kältephasen, um Keimruhe abzubauen.
Im Garten anwenden
Dauer und Temperatur artspezifisch nachlesen und die Samen vor Austrocknung schützen.
Häufig verwechselt
Trockenes Einfrieren ist nicht automatisch eine geeignete Stratifikation.
Skarifikation
Skarifikation verändert eine harte Samenschale mechanisch oder mit geeigneten Verfahren, damit Wasser eindringen kann.
Im Garten anwenden
Nur bei Arten anwenden, deren Aussaatanleitung diese Behandlung vorsieht.
Häufig verwechselt
Zu tiefes Verletzen der Schale kann den Embryo schädigen.
Steckling
Ein Steckling ist ein abgetrennter Pflanzenteil, aus dem unter geeigneten Bedingungen eine neue Pflanze entsteht.
Im Garten anwenden
Gesundes Ausgangsmaterial und die für die Art passende Jahreszeit wählen.
Häufig verwechselt
Nicht jede Pflanze lässt sich mit einem beliebigen abgeschnittenen Trieb vermehren.
Steckholz
Steckholz besteht aus einem verholzten Triebabschnitt, der bei geeigneten Gehölzen zur Vermehrung verwendet wird.
Im Garten anwenden
Oberes und unteres Ende markieren und Austrocknung verhindern.
Häufig verwechselt
Steckholzverfahren lassen sich nicht unverändert auf alle immergrünen Gehölze übertragen.
Absenker
Ein Absenker bleibt zunächst mit der Mutterpflanze verbunden, während ein niedergelegter Trieb Wurzeln bildet.
Im Garten anwenden
Den Bodenkontakt sichern und erst nach ausreichender Bewurzelung abtrennen.
Häufig verwechselt
Zu frühes Abschneiden nimmt dem Trieb seine bisherige Versorgung.
Teilung
Bei der Teilung wird eine Pflanze mit mehreren geeigneten Wuchsabschnitten in lebensfähige Stücke getrennt.
Im Garten anwenden
Jedes Teilstück benötigt genügend gesunde Wurzeln und Austriebsmöglichkeiten.
Häufig verwechselt
Nicht alle Stauden vertragen eine Teilung oder denselben Zeitpunkt.
Saatgutalter
Saatgutalter beschreibt die Zeit seit Ernte oder Abfüllung; die Keimfähigkeit kann je nach Art und Lagerung unterschiedlich schnell nachlassen.
Im Garten anwenden
Saatgutalter: Nur gesundes Ausgangsmaterial nutzen und Datum sowie Methode beschriften.
Häufig verwechselt
Saatgutalter: Eine Methode nicht ungeprüft auf jede Pflanzenart übertragen.
Saatgutlagerung
Saatgutlagerung soll Keimfähigkeit möglichst erhalten; trocken, kühl und artspezifisch geeignete Bedingungen sind dafür entscheidend.
Im Garten anwenden
Saatgutlagerung: Nur gesundes Ausgangsmaterial nutzen und Datum sowie Methode beschriften.
Häufig verwechselt
Saatgutlagerung: Eine Methode nicht ungeprüft auf jede Pflanzenart übertragen.
Dunkelkeimer
Dunkelkeimer keimen besser, wenn das Saatgut ausreichend mit Substrat bedeckt und vor Licht geschützt ist.
Im Garten anwenden
Dunkelkeimer: Nur gesundes Ausgangsmaterial nutzen und Datum sowie Methode beschriften.
Häufig verwechselt
Dunkelkeimer: Eine Methode nicht ungeprüft auf jede Pflanzenart übertragen.
Keimruhe
Keimruhe verhindert, dass ein keimfähiger Samen unmittelbar unter scheinbar günstigen Bedingungen keimt.
Im Garten anwenden
Keimruhe: Nur gesundes Ausgangsmaterial nutzen und Datum sowie Methode beschriften.
Häufig verwechselt
Keimruhe: Eine Methode nicht ungeprüft auf jede Pflanzenart übertragen.
Keimfähigkeit
Keimfähigkeit beschreibt den Anteil lebensfähiger Samen, die unter geeigneten Bedingungen erfolgreich keimen können.
Im Garten anwenden
Keimfähigkeit: Nur gesundes Ausgangsmaterial nutzen und Datum sowie Methode beschriften.
Häufig verwechselt
Keimfähigkeit: Eine Methode nicht ungeprüft auf jede Pflanzenart übertragen.
Keimprobe
Eine Keimprobe prüft mit einer kleinen Saatgutmenge, ob älteres Saatgut noch ausreichend keimfähig ist.
Im Garten anwenden
Keimprobe: Nur gesundes Ausgangsmaterial nutzen und Datum sowie Methode beschriften.
Häufig verwechselt
Keimprobe: Eine Methode nicht ungeprüft auf jede Pflanzenart übertragen.
Pikierzeitpunkt
Der Pikierzeitpunkt ist erreicht, wenn Sämlinge für das Vereinzeln ausreichend entwickelt sind, ohne bereits stark miteinander verwurzelt zu sein.
Im Garten anwenden
Pikierzeitpunkt: Nur gesundes Ausgangsmaterial nutzen und Datum sowie Methode beschriften.
Häufig verwechselt
Pikierzeitpunkt: Eine Methode nicht ungeprüft auf jede Pflanzenart übertragen.
Umtopfen
Umtopfen bedeutet, eine Pflanze in ein anderes Gefäß mit frischem oder zusätzlichem Substrat zu setzen.
Im Garten anwenden
Umtopfen: Nur gesundes Ausgangsmaterial nutzen und Datum sowie Methode beschriften.
Häufig verwechselt
Umtopfen: Eine Methode nicht ungeprüft auf jede Pflanzenart übertragen.
Jungpflanzenakklimatisation
Jungpflanzenakklimatisation ist die schrittweise Anpassung vorgezogener Pflanzen an Sonne, Wind und kühlere Außenbedingungen.
Im Garten anwenden
Jungpflanzenakklimatisation: Nur gesundes Ausgangsmaterial nutzen und Datum sowie Methode beschriften.
Häufig verwechselt
Jungpflanzenakklimatisation: Eine Methode nicht ungeprüft auf jede Pflanzenart übertragen.
Bewurzelung
Bewurzelung bezeichnet die Bildung neuer Wurzeln an Sämlingen, Stecklingen oder anderen Vermehrungsteilen.
Im Garten anwenden
Bewurzelung: Nur gesundes Ausgangsmaterial nutzen und Datum sowie Methode beschriften.
Häufig verwechselt
Bewurzelung: Eine Methode nicht ungeprüft auf jede Pflanzenart übertragen.
Wurzelhormon
Wurzelhormone beziehungsweise Bewurzelungspräparate können bei bestimmten Stecklingen die Wurzelbildung unterstützen.
Im Garten anwenden
Wurzelhormon: Nur gesundes Ausgangsmaterial nutzen und Datum sowie Methode beschriften.
Häufig verwechselt
Wurzelhormon: Eine Methode nicht ungeprüft auf jede Pflanzenart übertragen.
Kopfsteckling
Ein Kopfsteckling wird aus der Triebspitze einer geeigneten Pflanze gewonnen und zur vegetativen Vermehrung bewurzelt.
Im Garten anwenden
Kopfsteckling: Nur gesundes Ausgangsmaterial nutzen und Datum sowie Methode beschriften.
Häufig verwechselt
Kopfsteckling: Eine Methode nicht ungeprüft auf jede Pflanzenart übertragen.
Blattsteckling
Ein Blattsteckling nutzt ein Blatt oder Blattstück als Ausgangsmaterial für die Bildung einer neuen Pflanze.
Im Garten anwenden
Blattsteckling: Nur gesundes Ausgangsmaterial nutzen und Datum sowie Methode beschriften.
Häufig verwechselt
Blattsteckling: Eine Methode nicht ungeprüft auf jede Pflanzenart übertragen.
Wurzelsteckling
Ein Wurzelsteckling ist ein abgetrenntes Wurzelstück, aus dem bei geeigneten Arten neue Triebe entstehen können.
Im Garten anwenden
Wurzelsteckling: Nur gesundes Ausgangsmaterial nutzen und Datum sowie Methode beschriften.
Häufig verwechselt
Wurzelsteckling: Eine Methode nicht ungeprüft auf jede Pflanzenart übertragen.
Kindel
Kindel sind kleine Tochterpflanzen, die bei bestimmten Arten an der Mutterpflanze entstehen und später getrennt werden können.
Im Garten anwenden
Kindel: Nur gesundes Ausgangsmaterial nutzen und Datum sowie Methode beschriften.
Häufig verwechselt
Kindel: Eine Methode nicht ungeprüft auf jede Pflanzenart übertragen.
Brutknolle
Brutknollen sind kleine Speicherorgane, die bei manchen Pflanzen zur vegetativen Vermehrung gebildet werden.
Im Garten anwenden
Brutknolle: Nur gesundes Ausgangsmaterial nutzen und Datum sowie Methode beschriften.
Häufig verwechselt
Brutknolle: Eine Methode nicht ungeprüft auf jede Pflanzenart übertragen.
Ableger
Ableger ist ein Sammelbegriff für vegetativ entstandene Jungpflanzen, die von einer Mutterpflanze getrennt werden können.
Im Garten anwenden
Ableger: Nur gesundes Ausgangsmaterial nutzen und Datum sowie Methode beschriften.
Häufig verwechselt
Ableger: Eine Methode nicht ungeprüft auf jede Pflanzenart übertragen.
Okulation
Okulation ist ein Veredelungsverfahren, bei dem eine einzelne Knospe der gewünschten Sorte in eine passende Unterlage eingesetzt wird.
Im Garten anwenden
Okulation: Nur gesundes Ausgangsmaterial nutzen und Datum sowie Methode beschriften.
Häufig verwechselt
Okulation: Eine Methode nicht ungeprüft auf jede Pflanzenart übertragen.
Unterlage
Die Unterlage ist der bewurzelte Teil einer veredelten Pflanze und beeinflusst unter anderem Wuchsstärke und Standortanpassung.
Im Garten anwenden
Unterlage: Nur gesundes Ausgangsmaterial nutzen und Datum sowie Methode beschriften.
Häufig verwechselt
Unterlage: Eine Methode nicht ungeprüft auf jede Pflanzenart übertragen.
Edelreis
Ein Edelreis ist ein Triebabschnitt der gewünschten Sorte, der bei bestimmten Veredelungsverfahren auf eine Unterlage gesetzt wird.
Im Garten anwenden
Edelreis: Nur gesundes Ausgangsmaterial nutzen und Datum sowie Methode beschriften.
Häufig verwechselt
Edelreis: Eine Methode nicht ungeprüft auf jede Pflanzenart übertragen.
Passend zum Thema: Anzuchtsets
Praktische Produktauswahl als Ergänzung zum Gartenwissen. Maße, Material und Eignung vor dem Kauf prüfen.
Anzuchtsets suchenQuellen und Einordnung
Eigenständig formulierte Praxishinweise mit fachlichem Hintergrund zum Weiterlesen. Bei englischen Quellen sind Termine und Winterhärte nicht unverändert auf jeden Standort in Deutschland übertragbar. Sortenhinweise und örtliche Bedingungen beachten.