Abhärten
Abhärten bedeutet, vorgezogene Pflanzen schrittweise an Sonne, Wind und schwankende Temperaturen im Freien zu gewöhnen. Beginne an milden Tagen im geschützten H
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Ausgeizen bezeichnet das Entfernen bestimmter Seitentriebe, etwa bei vielen Stabtomaten. Die sogenannten Geiztriebe entstehen in den Blattachseln. Werden sie ju
Bei der Aussaat werden Samen unter geeigneten Bedingungen zum Keimen gebracht. Direktsaat bedeutet, dass sie gleich am späteren Standort wachsen; bei Vorkultur
Bei einer Bypassschere gleitet die scharfe Klinge an einer Gegenklinge vorbei. Das ermöglicht bei geeignetem Werkzeug und korrekter Anwendung saubere Schnitte a
Fruchtfolge ist die zeitliche Abfolge verschiedener Kulturen auf derselben Fläche. Ein Wechsel von Pflanzenfamilien kann einseitiger Nährstoffnutzung und dem Au
Gründüngung ist eine Zwischenkultur, die vor allem dem Boden dient. Die Pflanzen bedecken freie Flächen; ihre Wurzeln und Reste tragen zur Bodenstruktur und org
Humus bezeichnet die abgestorbene organische Substanz im Boden. Er beeinflusst unter anderem Struktur sowie Wasser- und Nährstoffspeicherung. Pflanzenreste, Kom
Kaltkeimer sind Pflanzen, deren Samen für eine zuverlässige Keimung häufig eine längere feuchte Kältephase benötigen. Die genauen Abläufe unterscheiden sich je
Kompost entsteht aus organischen Materialien, die durch Bodenorganismen umgesetzt werden. Eine passende Mischung aus feuchten und trockeneren strukturgebenden B
Lichtkeimer benötigen zur Keimung Licht oder profitieren davon. Ihre Samen werden meist nur angedrückt oder sehr dünn abgedeckt, je nach Art. Weil sie oberfläch
Mischkultur bedeutet, unterschiedliche Pflanzen gemeinsam auf einer Fläche anzubauen. Praktisch sind Kombinationen mit zueinander passenden Platz-, Wasser- und
Mulchen ist das Bedecken des Bodens mit geeignetem Material. Organische Auflagen können Verdunstung mindern und die Oberfläche vor Verschlämmung schützen. Bring
Pikieren ist das Vereinzeln dicht gesäter Jungpflanzen in eigene Gefäße oder mit größerem Abstand. Der geeignete Zeitpunkt und die Pflanztiefe hängen von der Ar
Staunässe entsteht, wenn Wasser im Wurzelbereich nicht ausreichend abfließen kann. Die Wurzeln bekommen dann zu wenig Luft und können geschädigt werden. Gelbe B
Bei einer Veredelung werden Pflanzenteile so verbunden, dass sie zusammenwachsen. Im Obstbau trägt eine Unterlage beispielsweise die gewünschte Edelsorte. Die U
Winterhärte beschreibt die Fähigkeit einer Pflanze, winterliche Bedingungen zu überstehen. Sie hängt nicht nur von einer einzelnen Tiefsttemperatur ab: Wind, Nä
Die Bodenart beschreibt die Anteile von Sand, Schluff und Ton. Sie beeinflusst Wasserhaltung, Durchlüftung und Bearbeitbarkeit.
Bodenfeuchte beschreibt den aktuellen Wassergehalt im Boden und kann sich zwischen Oberfläche und Wurzelraum deutlich unterscheiden.
Bodengare beschreibt einen für Pflanzen günstigen, lockeren und biologisch aktiven Zustand des Oberbodens.
Bodengefüge beschreibt die räumliche Anordnung von Bodenpartikeln, Aggregaten und Poren und damit die physikalische Bodenstruktur.
Ein Bodenhorizont ist eine im Profil erkennbare Schicht mit typischen Eigenschaften, die sich von benachbarten Schichten unterscheidet.
Eine Bodenkruste ist eine verhärtete Oberflächenschicht, die Auflaufen, Gasaustausch und Wasseraufnahme erschweren kann.
Bakterien, Pilze und Bodentiere zersetzen organisches Material und wirken an Nährstoffkreisläufen mit. Die Zusammensetzung hängt vom Standort ab.
Bodenluft füllt nicht wassergesättigte Poren und versorgt Wurzeln sowie Bodenorganismen mit Sauerstoff.
Bodenmüdigkeit bezeichnet standort- und kulturabhängige Wachstumsprobleme, die nach wiederholtem Anbau bestimmter Pflanzen auftreten können.
Poren sind Hohlräume zwischen Bodenbestandteilen. Je nach Größe halten sie Wasser oder dienen dem Luftaustausch.
Ein Bodenprofil zeigt die senkrechte Abfolge unterschiedlicher Bodenhorizonte vom Oberboden bis zum Ausgangsmaterial.
Bodenstruktur beschreibt, wie mineralische Teilchen und organisches Material zu Aggregaten verbunden sind. Poren zwischen ihnen transportieren Luft und …
Bodentemperatur beeinflusst Keimung, Wurzelaktivität und viele biologische Prozesse und reagiert träger als die Lufttemperatur.
Verdichteter Boden besitzt weniger große Poren. Wurzeln und Wasser können verdichtete Schichten schlechter durchdringen.
Bodenvernässung beschreibt einen länger anhaltend sehr hohen Wassergehalt, bei dem luftgefüllte Poren im Wurzelraum stark abnehmen.
Drainage bezeichnet Maßnahmen oder Strukturen, die überschüssiges Wasser aus einem Bereich ableiten sollen.
Erosion ist der Abtrag von Bodenmaterial durch Wasser oder Wind und wird durch offene, ungeschützte Flächen begünstigt.
Feldkapazität bezeichnet den Wassergehalt, der nach dem Abfluss überschüssigen Wassers gegen die Schwerkraft im Boden verbleibt.
Der Humusgehalt beschreibt den Anteil organischer Bodensubstanz und beeinflusst Struktur, Wasserhaltung und Nährstoffspeicherung.
Wasser kann in feinen Poren gegen die Schwerkraft gehalten und bewegt werden. Diese Kapillarwirkung beeinflusst die Versorgung von Wurzeln.
Krümelstruktur bezeichnet stabile Bodenaggregate, die Poren für Luft und Wasser offenhalten und Wurzeln das Durchdringen erleichtern.
Lehm enthält eine Mischung verschiedener Korngrößen und kann Wasser sowie Nährstoffe gut speichern. Sein Verhalten hängt auch von Struktur und Humus ab.
Mykorrhiza ist eine Lebensgemeinschaft zwischen bestimmten Pilzen und Pflanzenwurzeln, bei der beide Partner Stoffe austauschen.
Oberboden ist die oberste, meist humusreichere und stärker durchwurzelte Bodenschicht eines Gartenbodens.
Regenwurmaktivität beeinflusst die Durchmischung organischer Stoffe, die Porenbildung und damit die Bodenstruktur.
Sandige Böden bestehen überwiegend aus groben mineralischen Teilchen. Wasser läuft meist schnell ab, Nährstoffe werden nur begrenzt festgehalten.
Schluff bezeichnet eine Korngröße zwischen Sand und Ton. Schluffreiche Oberflächen können nach Regen verschlämmen und verkrusten.
Ein hoher Anteil sehr feiner Teilchen macht feuchten Tonboden klebrig. Bei Verdichtung fehlen luftgefüllte Poren, während trockener Boden hart werden kann.
Unterboden liegt unter dem humusreicheren Oberboden und unterscheidet sich häufig in Struktur, Farbe, Durchwurzelung und Wasserführung.
Verschlämmung entsteht, wenn feine Bodenpartikel an der Oberfläche verlagert werden und nach Niederschlägen eine dichte Kruste bilden.
Versickerung bezeichnet das Eindringen und Weiterleiten von Wasser in den Boden und wird stark von Porenstruktur und Verdichtung beeinflusst.
Am permanenten Welkepunkt können Pflanzen dem Boden so wenig Wasser entziehen, dass sie sich ohne neue Wasserzufuhr nicht mehr aus eigener Kraft …
Anzuchterde ist ein feines, meist schwächer gedüngtes Substrat für Aussaaten und junge Sämlinge.
Bims ist ein poröses vulkanisches Gestein, das Substrate lockern und deren Luftporenanteil erhöhen kann.
Blumenerde ist ein meist vorgedüngtes Kultursubstrat für Zier- und Balkonpflanzen und unterscheidet sich je nach Hersteller deutlich.
Blähton besteht aus gebrannten porösen Tonkügelchen. Er wird unter anderem in speziellen Pflanzsystemen eingesetzt.
Das Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff beeinflusst die Zersetzung organischer Materialien. Holzige Stoffe unterscheiden sich deutlich von …
Frischkompost ist noch nicht so weit umgesetzt wie Reifkompost. Weitere Zersetzung kann im Boden stattfinden.
Holzfasern werden als strukturgebender und torffreier Bestandteil in Kultursubstraten eingesetzt und verändern Wasser- und Luftführung.
Kakteensubstrat ist besonders durchlässig aufgebaut und soll überschüssiges Wasser rasch aus dem Wurzelraum ableiten.
Kokosfasern und Kokosmark werden aus Kokosnusshüllen gewonnen und in Substraten verwendet. Herkunft und Aufbereitung beeinflussen die Eigenschaften.
Komposterde ist ein umgangssprachlicher Begriff für Substrate oder Mischungen mit Kompostanteil und keine einheitlich definierte Rezeptur.
Kräutererde ist ein Substrat, das für viele Kräuterkulturen hinsichtlich Nährstoffgehalt und Struktur angepasst angeboten wird.
Laubhumus entsteht beim langsamen Abbau von Laub. Das Material dient vor allem der Verbesserung von Struktur und Wasserhaltung.
Lavagranulat ist ein mineralischer Substratbestandteil mit stabiler Körnung und kann Drainage und Struktur unterstützen.
Luftkapazität bezeichnet den Anteil luftgefüllter Poren nach dem Abfluss überschüssigen Wassers und ist für Wurzeln wichtig.
Moorbeeterde ist ein sauer eingestelltes Substrat für kalkempfindliche Moorbeetpflanzen wie Rhododendren oder Heidelbeeren.
Orchideensubstrat besteht bei vielen epiphytischen Arten aus groben, luftigen Bestandteilen statt aus feiner Blumenerde.
Perlit ist ein aufgeschäumtes vulkanisches Material, das Substraten beigemischt werden kann. Es beeinflusst Gewicht und Porenstruktur.
Pflanzerde ist ein gebrauchsfertiges Substrat für Pflanzungen, dessen Zusammensetzung je nach Produkt und Einsatzzweck variiert.
Reifkompost ist weitgehend umgesetztes organisches Material. Seine Nährstoffgehalte schwanken mit Ausgangsmaterial und Herstellung.
Rindenhumus entsteht aus aufbereiteter und kompostierter Rinde. Er ist stärker umgesetzt als frischer Rindenmulch.
Rindenkompost entsteht aus kompostierter Rinde und wird als organischer Bestandteil in Substraten und Bodenverbesserern verwendet.
Gelöste Salze beeinflussen, wie gut Wurzeln Wasser aufnehmen können. Ein zu hoher Salzgehalt kann Pflanzen trotz feuchter Erde belasten.
Sand kann Substrate je nach Körnung und Anteil schwerer und durchlässiger machen, ersetzt aber keine abgestimmte Substratrezeptur.
Beim Abbau kohlenstoffreicher Stoffe können Mikroorganismen vorübergehend verfügbaren Stickstoff aufnehmen. Pflanzen finden dann eventuell weniger …
Substrat ist das Material, in dem eine Pflanze wurzelt. Topfsubstrate werden nach Wasserhaltung, Luftführung, Nährstoffen und Stabilität zusammengestellt.
Substratstruktur beschreibt das Verhältnis von festen Bestandteilen und Poren und beeinflusst Wasserhaltung, Belüftung und Wurzelwachstum.
Substratverdichtung verringert den Porenraum im Topf und kann Wasserabfluss, Belüftung und Wurzelentwicklung beeinträchtigen.
Tonminerale sind sehr feine Bodenbestandteile mit großer Oberfläche und können Wasser sowie geladene Nährstoffe binden.
Topfvolumen bestimmt, wie viel Substrat und damit Wurzelraum sowie Wasserpuffer einer Kübelpflanze zur Verfügung stehen.
Torffreie Substrate enthalten keinen Torf und können etwa Holzfasern, Rindenhumus, Kompost oder mineralische Bestandteile nutzen.
Vermiculit ist ein aufgeblähtes Mineral, das in Substraten Wasser und Nährstoffe binden kann.
Wasserhaltevermögen beschreibt, wie viel Wasser ein Substrat nach dem Gießen gegen die Schwerkraft zurückhält.
Auswaschung bezeichnet die Verlagerung gelöster Stoffe mit Sickerwasser in tiefere Bodenschichten.
Bei der Blattdüngung werden dafür geeignete Nährstofflösungen über die Blattoberfläche ausgebracht.
Der pH-Wert beschreibt den Säuregrad und beeinflusst die Verfügbarkeit verschiedener Nährstoffe. Pflanzen unterscheiden sich in ihren Ansprüchen.
Eine Bodenanalyse untersucht ausgewählte Eigenschaften einer fachgerecht genommenen Probe. Je nach Auftrag werden Nährstoffe und pH-Wert bestimmt.
Bormangel betrifft einen Spurennährstoff und kann je nach Kultur Wachstums- und Entwicklungsstörungen verursachen.
Calcium wirkt an Zellstrukturen und physiologischen Prozessen mit. Aufnahmeprobleme können auch bei vorhandenem Calcium entstehen.
Depotdünger geben Nährstoffe über einen längeren Zeitraum frei und unterscheiden sich nach Hülle, Zusammensetzung und Freisetzungsmechanismus.
Ein Düngeplan ordnet Nährstoffgaben zeitlich und mengenmäßig an Kultur, Bodenversorgung und Entwicklungsphase an.
Eisenmangel zeigt sich bei empfindlichen Pflanzen häufig als Aufhellung junger Blätter und hängt oft mit der Verfügbarkeit statt der Gesamtmenge zusammen.
Flüssigdünger werden meist mit Wasser verdünnt ausgebracht. Die Konzentration der Gebrauchslösung bestimmt die zugeführte Nährstoffmenge.
Grunddüngung bezeichnet eine Nährstoffgabe vor oder zu Beginn einer Kultur, die den erwarteten Basisbedarf abdecken soll.
Hornspäne sind ein organischer Stickstoffdünger tierischen Ursprungs, dessen Umsetzung im Boden vergleichsweise langsam erfolgt.
Immobilisierung bezeichnet die vorübergehende Bindung mineralischer Nährstoffe in der Biomasse von Mikroorganismen.
Kalium beeinflusst zahlreiche Prozesse, darunter den Wasserhaushalt der Pflanze. Die benötigte Menge hängt vom Standort und von der Kultur ab.
Kalkung dient vor allem der Beeinflussung des Boden-pH und der Calciumversorgung und sollte am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet werden.
Kationenaustausch beschreibt die reversible Bindung positiv geladener Nährstoffionen an Boden- und Humusoberflächen.
Kompostdüngung bringt organische Substanz und je nach Ausgangsmaterial unterschiedlich große Nährstoffmengen in den Boden.
Kopfdüngung ist eine spätere Nährstoffgabe während des laufenden Pflanzenwachstums.
Langzeitdünger geben Nährstoffe über einen längeren Zeitraum ab. Die tatsächliche Freisetzung hängt vom Produkt und den Umgebungsbedingungen ab.
Magnesium ist Bestandteil des Chlorophylls. Mangelerscheinungen können sich je nach Pflanze an älteren Blättern zeigen.
Mineralische Dünger liefern Nährstoffe in mineralischer Form. Zusammensetzung und Freisetzung unterscheiden sich zwischen Produkten.
Mineralisierung ist der mikrobielle Abbau organischer Verbindungen zu mineralischen, pflanzenverfügbaren Nährstoffformen.
NPK ist die gebräuchliche Kurzbezeichnung für die Hauptnährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium in Düngemitteln.
Nährstoffbedarf beschreibt die Menge und das Verhältnis an Nährstoffen, die eine Pflanze in einer bestimmten Entwicklungsphase benötigt.
Nährstoffmangel entsteht, wenn ein essenzieller Nährstoff für normales Wachstum nicht in ausreichender verfügbarer Menge vorliegt.
Nährstoffverfügbarkeit beschreibt, welcher Anteil vorhandener Nährstoffe unter den aktuellen Bodenbedingungen von Pflanzen aufgenommen werden kann.
Ein Nährstoffüberschuss liegt vor, wenn einzelne Nährstoffe stärker angeboten werden als Pflanze und Boden sinnvoll aufnehmen oder puffern können.
Organische Dünger enthalten Nährstoffe in organisch gebundenen Formen. Ihre Freisetzung hängt unter anderem von Feuchte, Temperatur und Bodenaktivität ab.
Phosphor ist unter anderem für den Energiestoffwechsel der Pflanze wichtig. Gartenböden können bereits hohe Vorräte besitzen.
Pflanzen benötigen bestimmte Elemente nur in kleinen Mengen. Dazu gehören beispielsweise Eisen, Mangan und Bor.
Stickstoff gehört zu den Hauptnährstoffen und ist unter anderem am Aufbau von Eiweißen beteiligt. Der Bedarf verändert sich mit Kultur und Wachstum.
Überdüngung kann Salzstress, unausgewogenes Wachstum und Nährstoffverluste verursachen und entsteht häufig durch zu hohe oder zu häufige Gaben.
Ableger ist ein Sammelbegriff für vegetativ entstandene Jungpflanzen, die von einer Mutterpflanze getrennt werden können.
Ein Absenker bleibt zunächst mit der Mutterpflanze verbunden, während ein niedergelegter Trieb Wurzeln bildet.
Bewurzelung bezeichnet die Bildung neuer Wurzeln an Sämlingen, Stecklingen oder anderen Vermehrungsteilen.
Ein Blattsteckling nutzt ein Blatt oder Blattstück als Ausgangsmaterial für die Bildung einer neuen Pflanze.
Brutknollen sind kleine Speicherorgane, die bei manchen Pflanzen zur vegetativen Vermehrung gebildet werden.
Bei der Direktsaat kommen Samen an ihren späteren Wachstumsort. Dadurch entfällt das Umpflanzen empfindlicher Jungpflanzen.
Dunkelkeimer keimen besser, wenn das Saatgut ausreichend mit Substrat bedeckt und vor Licht geschützt ist.
Ein Edelreis ist ein Triebabschnitt der gewünschten Sorte, der bei bestimmten Veredelungsverfahren auf eine Unterlage gesetzt wird.
Jungpflanzenakklimatisation ist die schrittweise Anpassung vorgezogener Pflanzen an Sonne, Wind und kühlere Außenbedingungen.
Keimblätter gehören bereits zum Embryo im Samen. Sie sehen bei vielen Arten anders aus als die späteren Laubblätter.
Keimdauer ist der Zeitraum zwischen Aussaat und sichtbarem Auflaufen. Sie wird durch Temperatur, Feuchte und Saatgutzustand beeinflusst.
Keimfähigkeit beschreibt den Anteil lebensfähiger Samen, die unter geeigneten Bedingungen erfolgreich keimen können.
Eine Keimprobe prüft mit einer kleinen Saatgutmenge, ob älteres Saatgut noch ausreichend keimfähig ist.
Keimruhe verhindert, dass ein keimfähiger Samen unmittelbar unter scheinbar günstigen Bedingungen keimt.
Keimtemperatur bezeichnet den Temperaturbereich, in dem Samen einer Art gut keimen. Die Bodentemperatur kann von der Lufttemperatur abweichen.
Kindel sind kleine Tochterpflanzen, die bei bestimmten Arten an der Mutterpflanze entstehen und später getrennt werden können.
Ein Kopfsteckling wird aus der Triebspitze einer geeigneten Pflanze gewonnen und zur vegetativen Vermehrung bewurzelt.
Okulation ist ein Veredelungsverfahren, bei dem eine einzelne Knospe der gewünschten Sorte in eine passende Unterlage eingesetzt wird.
Der Pikierzeitpunkt ist erreicht, wenn Sämlinge für das Vereinzeln ausreichend entwickelt sind, ohne bereits stark miteinander verwurzelt zu sein.
Saatgutalter beschreibt die Zeit seit Ernte oder Abfüllung; die Keimfähigkeit kann je nach Art und Lagerung unterschiedlich schnell nachlassen.
Saatgutlagerung soll Keimfähigkeit möglichst erhalten; trocken, kühl und artspezifisch geeignete Bedingungen sind dafür entscheidend.
Saattiefe bezeichnet den Abstand des Samens zur Oberfläche. Lichtbedarf und Samengröße spielen bei der Wahl eine Rolle.
Skarifikation verändert eine harte Samenschale mechanisch oder mit geeigneten Verfahren, damit Wasser eindringen kann.
Steckholz besteht aus einem verholzten Triebabschnitt, der bei geeigneten Gehölzen zur Vermehrung verwendet wird.
Ein Steckling ist ein abgetrennter Pflanzenteil, aus dem unter geeigneten Bedingungen eine neue Pflanze entsteht.
Stratifikation ist eine kontrollierte Behandlung von Saatgut, häufig mit feuchten Kältephasen, um Keimruhe abzubauen.
Bei der Teilung wird eine Pflanze mit mehreren geeigneten Wuchsabschnitten in lebensfähige Stücke getrennt.
Umtopfen bedeutet, eine Pflanze in ein anderes Gefäß mit frischem oder zusätzlichem Substrat zu setzen.
Die Unterlage ist der bewurzelte Teil einer veredelten Pflanze und beeinflusst unter anderem Wuchsstärke und Standortanpassung.
Vorkultur bedeutet, Jungpflanzen geschützt vorzuziehen und später auszupflanzen. Sie verlängert bei geeigneten Kulturen die nutzbare Wachstumszeit.
Wurzelhormone beziehungsweise Bewurzelungspräparate können bei bestimmten Stecklingen die Wurzelbildung unterstützen.
Ein Wurzelsteckling ist ein abgetrenntes Wurzelstück, aus dem bei geeigneten Arten neue Triebe entstehen können.
Adventivwurzeln entstehen nicht aus der Hauptwurzel, sondern beispielsweise an Sprossen, Knoten oder Blättern.
Ausläufer sind seitlich wachsende Sprosse, über die Pflanzen neue bewurzelte Bereiche bilden können.
Die Blattachsel ist der Winkel zwischen Blattstiel beziehungsweise Blattbasis und Sprossachse.
Eine Blatt- oder Triebknospe entwickelt vorwiegend neue Blätter und Sprosse statt Blüten.
Eine Blütenknospe enthält Anlagen für eine oder mehrere Blüten und unterscheidet sich bei vielen Gehölzen von Blattknospen.
Die Endknospe sitzt an der Spitze eines Triebes und kann das Längenwachstum dieses Triebes fortsetzen.
F1 bezeichnet die erste Tochtergeneration einer gezielten Kreuzung. Bei weiterer Vermehrung können sich Merkmale in der Nachkommenschaft aufspalten.
Feinwurzeln sind dünne, aktive Wurzelbereiche, die einen großen Teil der Wasser- und Nährstoffaufnahme übernehmen.
Flachwurzler erschließen einen größeren Anteil des Bodens nahe der Oberfläche. Tiefe und Ausdehnung hängen jedoch auch vom Standort ab.
Bei Fremdbestäubung gelangt Pollen von einer anderen Pflanze auf die empfängliche Blüte. Bei manchen Arten ist sie Voraussetzung für guten Fruchtansatz.
Der Fruchtknoten ist der Teil der Blüte, der die Samenanlagen enthält und sich nach erfolgreicher Befruchtung zur Frucht entwickeln kann.
Generative Vermehrung erfolgt über Samen nach geschlechtlicher Fortpflanzung. Nachkommen können sich von der Mutterpflanze unterscheiden.
Als Haupttrieb wird der dominierende zentrale oder führende Trieb einer Pflanze bezeichnet.
Internodium bezeichnet den Sprossabschnitt zwischen zwei aufeinanderfolgenden Knoten.
Knoten sind Bereiche eines Sprosses, an denen Blätter, Knospen oder Seitentriebe ansetzen.
Leitbündel enthalten Transportgewebe für Wasser, Mineralstoffe und Assimilate innerhalb der Pflanze.
Der Leittrieb ist der für den weiteren Aufbau vorgesehene führende Trieb eines Gehölzes.
Die Narbe ist der pollenaufnehmende Teil des weiblichen Blütenorgans.
Parthenokarpie bezeichnet Fruchtbildung ohne vorherige Befruchtung. Bei bestimmten Gurkensorten ist diese Eigenschaft züchterisch erwünscht.
Eine Pfahlwurzel ist eine kräftige, nach unten wachsende Hauptwurzel. Viele Arten reagieren empfindlich auf ihre frühe Beschädigung.
Pollen enthält die männlichen Keimzellen der Samenpflanzen und muss für eine erfolgreiche Bestäubung zur Narbe gelangen.
Ein Rhizom ist ein meist unterirdisch wachsender Spross mit Knospen und Knoten. Es unterscheidet sich anatomisch von einer Wurzel.
Samenfeste Sorten können unter geeigneten Bedingungen ihre typischen Eigenschaften bei Samenvermehrung bewahren.
Seitenknospen sitzen in den Blattachseln und können zu Seitentrieben oder Blüten weiterwachsen.
Seitentriebe wachsen aus seitlichen Knospen und bestimmen Verzweigung, Form und oft auch Blüten- oder Fruchtansatz.
Selbstfruchtbare Pflanzen können mit eigenem geeigneten Pollen Früchte bilden. Der tatsächliche Fruchtansatz hängt trotzdem von weiteren Bedingungen ab.
Staubblätter sind die männlichen Blütenorgane und bilden beziehungsweise tragen den Pollen.
Die Triebspitze enthält junges, teilungsaktives Gewebe und ist für das weitere Längenwachstum entscheidend.
Vegetative Vermehrung nutzt Pflanzenteile statt Samen. Das genetische Material entspricht im Regelfall dem des verwendeten Ausgangsteils.
Wurzelhaare sind feine Ausstülpungen junger Wurzelzellen und vergrößern die Oberfläche für Wasser- und Nährstoffaufnahme.
Der Wurzelhals bezeichnet den Übergangsbereich zwischen Spross und Wurzel. Seine richtige Lage ist bei vielen Pflanzen für gesundes Wachstum wichtig.
Beim Ableitungsschnitt wird ein Trieb auf einen geeigneten seitlichen Trieb zurückgenommen, der seine Wuchsrichtung fortführt.
Der Astring ist eine ring- oder wulstartige Zone am Astansatz, die beim fachgerechten Entfernen eines Astes nicht verletzt werden sollte.
Beim Auslichten werden ausgewählte Triebe vollständig entfernt, um Aufbau und Lichtverhältnisse zu verbessern.
Austrieb bezeichnet das Wachstum neuer Blätter, Triebe oder Blüten aus Knospen. Zeitpunkt und Stärke reagieren auf Art, Temperatur und Pflanzenzustand.
Einjährige Pflanzen durchlaufen ihren Lebenszyklus von Keimung bis Samenbildung innerhalb einer Vegetationsperiode.
Erhaltungsschnitt dient dazu, einen etablierten Gehölzaufbau langfristig funktionsfähig und ausgewogen zu halten.
Erziehungsschnitt formt den gewünschten Aufbau einer jungen Pflanze, etwa eines Obstbaums oder Spaliers.
Formschnitt hält Gehölze oder Hecken in einer gewünschten geometrischen oder gestalterischen Form.
Fruchtholz trägt die für Blüten und Früchte geeigneten Knospen. Alter und Gestalt unterscheiden sich zwischen Obstarten.
Bei Halbsträuchern verholzen ältere untere Teile, während junge Triebe krautig bleiben. Lavendel und viele Salbeiarten gehören dazu.
Ein Konkurrenztrieb wächst nahe am Leittrieb ähnlich stark und kann dessen Führungsfunktion beeinträchtigen.
Kreuztriebe wachsen so, dass sie andere Triebe kreuzen und sich bei Bewegung gegenseitig scheuern können.
Kronenaufbau beschreibt die räumliche Anordnung von Stamm, Leitästen, Seitenästen und Fruchtholz eines Gehölzes.
Leitäste sind tragende Hauptäste, die den dauerhaften Aufbau einer Baumkrone mitbestimmen.
Mehrjährige Pflanzen leben länger als zwei Jahre. Der Begriff sagt zunächst nichts darüber, ob sie einen deutschen Winter im Freien überstehen.
Pflanzschnitt bezeichnet artspezifische Schnittmaßnahmen rund um das Pflanzen bestimmter Gehölze.
Pflegeschnitt entfernt je nach Pflanze abgestorbene, beschädigte oder ungünstig stehende Triebe und erhält den Aufbau.
Pinzieren ist das Entfernen einer weichen Triebspitze, um Verzweigung oder Wuchs zu steuern.
Rückschnitt ist das gezielte Einkürzen von Trieben, um Größe, Verzweigung, Blüte oder Aufbau einer Pflanze zu beeinflussen.
Schnittführung beschreibt Position und Winkel eines Schnittes in Bezug auf Knospen, Verzweigungen und Astansatz.
Eine Schnittwunde ist die freigelegte Pflanzenoberfläche nach dem Entfernen eines Triebes oder Astes.
Der Schnittzeitpunkt beeinflusst Reaktion, Wundheilung, Blüte und mögliche Krankheitsrisiken einer Pflanze.
Sommerschnitt wird während der Vegetationszeit durchgeführt und wirkt je nach Gehölz anders als ein Winterschnitt.
Stauden sind mehrjährige krautige Pflanzen. Viele ziehen oberirdisch zeitweise ein und treiben aus überdauernden Teilen neu aus.
Totholz sind abgestorbene Äste oder Triebe, die je nach Situation aus Sicherheits- oder Pflegegründen entfernt werden können.
Vegetationsruhe ist eine Phase deutlich reduzierten Wachstums. Pflanzen bleiben dabei lebendig und können weiterhin Wasser verlieren.
Ein Verjüngungsschnitt soll bei geeigneten Gehölzen neuen Aufbau anregen. Stärke und Zeitpunkt hängen von Art und Zustand ab.
Wasserschosse sind kräftige, oft steil aufrechte Triebe an Gehölzen. Sie können auf starke Schnittmaßnahmen oder andere Wachstumsreize folgen.
Winterschnitt erfolgt in der laubarmen Ruhezeit und wird bei geeigneten Gehölzen für Aufbau oder Auslichtung genutzt.
Beim Zapfenschnitt bleibt ein kurzer Triebabschnitt mit wenigen Knospen stehen, aus denen neuer Austrieb entstehen kann.
Zweijährige Pflanzen bilden häufig im ersten Jahr Blätter und Reserven und im folgenden Jahr Blüten sowie Samen.
Beim Anwachsen bildet eine frisch gesetzte Pflanze neue Verbindungen in den umgebenden Boden. Bis dahin bleibt die Versorgung begrenzt.
Beregnung verteilt Wasser oberirdisch über Düsen oder Regner. Wind, Wurfweite und Überlappung beeinflussen die Gleichmäßigkeit.
Bewässerungsdauer bestimmt zusammen mit Durchfluss und Fläche die ausgebrachte Wassermenge.
Eine Bewässerungszone fasst Bereiche mit ähnlichem Wasserbedarf oder gemeinsamer Steuerung zusammen.
Dochtbewässerung transportiert Wasser über ein saugfähiges Material aus einem Vorrat in ein Pflanzgefäß.
Durchfluss bezeichnet die pro Zeit transportierte Wassermenge. Er ist neben dem Druck für eine Bewässerungsplanung wichtig.
Frosttrocknis entsteht, wenn Pflanzen Wasser verlieren, aus gefrorenem Boden aber nicht genügend nachliefern können. Immergrüne Pflanzen sind besonders …
Das Gießintervall ist der zeitliche Abstand zwischen Wassergaben und sollte an Pflanze, Boden, Gefäß und Wetter angepasst werden.
Gießmenge bezeichnet die Wassermenge pro Bewässerung und sollte den tatsächlich durchwurzelten Bereich erreichen.
Eine Gießprobe kontrolliert nach einer Wassergabe, wie tief und gleichmäßig der Wurzelraum tatsächlich durchfeuchtet wurde.
Ein Gießrand ist eine flache Erhöhung um eine Pflanzstelle, die Wasser im vorgesehenen Bereich hält.
Gießwasser ist das zur Bewässerung verwendete Wasser, dessen Temperatur und Inhaltsstoffe je nach Quelle variieren können.
Kapillarbewässerung nutzt die Saugwirkung feiner Poren, um Wasser aus einem Vorrat an Substrat oder Töpfe weiterzugeben.
Mikrobewässerung umfasst Systeme, die Wasser in kleinen Mengen über Tropfer oder Mikrosprüher gezielt verteilen.
Eine Mulchschicht bedeckt den Boden mit organischem oder mineralischem Material und kann Verdunstung sowie Verschlämmung mindern.
Ein Perlschlauch gibt Wasser über poröse Wandbereiche ab. Seine Funktion hängt unter anderem vom Druck und der verlegten Länge ab.
Ein Regenfass sammelt Niederschlagswasser von geeigneten Dachflächen zur späteren Gartenbewässerung.
Regenwasser kann nach geeigneter Sammlung zur Gartenbewässerung genutzt werden. Dachmaterial, Verschmutzung und Lagerung beeinflussen seine Qualität.
Regnerreichweite ist die Entfernung, bis zu der Wasser unter den jeweiligen Druck- und Windbedingungen verteilt wird.
Sickerwasser ist Wasser, das nach Sättigung größerer Poren tiefer durch Boden oder Substrat abfließt.
Transpiration bezeichnet die Wasserabgabe einer Pflanze, vor allem über ihre Blätter. Sie ist mit dem Wassertransport in der Pflanze verbunden.
Ein Tropfer gibt Wasser mit definierter oder druckabhängiger Rate punktuell an Pflanzen ab.
Bei der Tröpfchenbewässerung wird Wasser dosiert an ausgewählte Stellen abgegeben. Abstände und Abgabemengen müssen zur Pflanzung passen.
Untersetzer fangen Wasser unter Pflanzgefäßen auf, können bei dauerhaftem Wasserstand aber Staunässe fördern.
Verdunstung ist der Übergang von Wasser in die Luft. Wärme, Wind und trockene Luft können Wasserverluste verstärken.
Verdunstungsverlust ist der Anteil ausgebrachten Wassers, der verdunstet, bevor er den nutzbaren Wurzelraum erreicht.
Wasserdruck ist eine Voraussetzung für den Betrieb vieler Bewässerungskomponenten. Er verändert sich durch Leitungsverluste und gleichzeitige Entnahme.
Der Wurzelballen ist der von Wurzeln durchzogene Erd- oder Substratkörper einer Pflanze. Nach dem Pflanzen kann er anders austrocknen als die Umgebung.
Der Wurzelraum ist der Boden- oder Substratbereich, den eine Pflanze mit aktiven Wurzeln erschließt.
Eine Zisterne ist ein größerer Speicherbehälter für Regenwasser, der ober- oder unterirdisch angelegt sein kann.
Überlappung bedeutet, dass sich Beregnungsflächen mehrerer Regner überschneiden, um trockene Randzonen zu vermeiden.
Bodenfrost betrifft die Temperatur nahe oder im Boden. Die gemeldete Lufttemperatur einer Wetterstation kann davon abweichen.
Frosthärte beschreibt, welche niedrigen Temperaturen eine Pflanze unter bestimmten Bedingungen überstehen kann.
Frostschutz umfasst standort- und pflanzenangepasste Maßnahmen, die empfindliche Pflanzenteile vor kritischen Temperaturen schützen.
Frostwechsel bezeichnet wiederholtes Gefrieren und Auftauen, das Boden, Wurzeln und empfindliche Pflanzenteile zusätzlich belasten kann.
Trockene, warme Fallwinde können lokal Temperatur und Verdunstung rasch erhöhen und Pflanzen stärker austrocknen.
Halbschatten beschreibt einen Standort mit zeitweise direkter Sonne und zeitweise Verschattung.
Hitzestress tritt auf, wenn hohe Temperaturen die normalen Pflanzenprozesse belasten. Wasserverfügbarkeit und Luftbewegung beeinflussen die Wirkung.
Hitzesumme fasst Temperaturen über einen Zeitraum zusammen und kann Entwicklungsstadien bestimmter Kulturen beschreiben helfen.
Kahlfrost bezeichnet Frost ohne schützende Schneedecke. Wurzeln und bodennahe Pflanzenteile können dadurch stärker belastet werden.
In tiefer liegenden Bereichen kann sich nachts kalte Luft sammeln. Solche Plätze sind bei klarem Wetter stärker frostgefährdet.
Luftfeuchte beschreibt den Wasserdampfgehalt der Luft und beeinflusst Transpiration sowie das Risiko bestimmter Krankheiten.
Mikroklima bezeichnet die Bedingungen auf engem Raum, etwa an einer Hauswand oder in einer Senke. Sie können deutlich vom regionalen Wetter abweichen.
Nachtfrost liegt vor, wenn die Temperatur während der Nacht unter den Gefrierpunkt sinkt und empfindliches Gewebe schädigen kann.
Photoperiode beschreibt die Reaktion von Pflanzen auf das Verhältnis von Licht- und Dunkelphase.
Phänologie beobachtet wiederkehrende Entwicklungsereignisse wie Blüte, Austrieb und Fruchtreife. Sie beschreibt den tatsächlichen Saisonverlauf am …
Schattenlage ist ein Standort mit wenig direkter Sonne, wobei Helligkeit und Dauer der Verschattung stark variieren können.
Schattenverträglichkeit beschreibt, wie gut eine Pflanze mit geringerem Lichtangebot auskommt. Blüte und Wuchs können trotzdem verändert sein.
Sonnenbrand an Pflanzen entsteht durch eine für das Gewebe ungewohnte oder zu starke Bestrahlung. Geschützt vorgezogene Blätter sind besonders anfällig.
Sonnenlage bezeichnet einen Standort mit mehreren Stunden direkter Sonneneinstrahlung und beeinflusst Wärme- und Wasserbedarf.
Spätfrost trifft Pflanzen nach einem bereits erfolgten Austrieb oder einer frühen Pflanzung. Empfindlichkeit hängt vom Entwicklungsstadium ab.
Strahlungsfrost entsteht in klaren, windarmen Nächten, wenn Oberflächen stark Wärme abstrahlen und bodennah auskühlen.
Tageslänge ist die Dauer zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang und steuert bei manchen Pflanzen Entwicklungsprozesse.
Tau entsteht, wenn Oberflächen nachts so weit abkühlen, dass Wasserdampf aus der Luft kondensiert.
Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der Luft mit Wasserdampf gesättigt ist und Kondensation beginnen kann.
Vegetationsperiode ist der Zeitraum eines Jahres, in dem Temperatur und andere Bedingungen aktives Pflanzenwachstum ermöglichen.
Verdunstungsschutz soll Wasserverluste begrenzen, beispielsweise durch geeignete Bodenbedeckung oder Windschutz.
Wind erhöht den Wärme- und Wasserverlust von Pflanzen, auch wenn der meteorologische Windchill nicht direkt auf Pflanzen übertragbar ist.
Windschutz verringert die unmittelbare Belastung durch Luftbewegung. Er kann Verdunstung reduzieren und Triebe vor Bruch schützen.
Winternässe beschreibt länger anhaltende Feuchtigkeit im Wurzelbereich während der kalten Jahreszeit. Besonders durchlässigkeitsbedürftige Arten leiden …
Winterhärtezonen ordnen Regionen nach langjährigen Minimumtemperaturen und dienen nur als grobe Orientierung für Pflanzen.
Mauern, Steine und Wasser können Wärme aufnehmen und zeitversetzt wieder abgeben und so ein lokales Mikroklima beeinflussen.
Abiotische Schäden entstehen durch nicht lebende Faktoren wie Temperatur, Salz, Wind oder Wassermangel.
Befallsdruck beschreibt vereinfacht, wie stark Pflanzen unter den aktuellen Bedingungen Krankheitserregern oder Schädlingen ausgesetzt sind.
Biotische Schäden hängen mit lebenden Organismen zusammen, etwa Pilzen, Insekten oder Milben. Die genaue Ursache muss eingegrenzt werden.
Blattflecken sind abgegrenzte Verfärbungen oder Nekrosen und können durch Erreger, Schädlinge oder abiotische Ursachen entstehen.
Blattläuse sind saugende Insekten, die junge Triebe und Blätter besiedeln und je nach Art auch Pflanzenviren übertragen können.
Chlorose bezeichnet die Aufhellung oder Vergilbung grüner Pflanzenteile. Verschiedene Nährstoff-, Wurzel- und Standortprobleme können dahinterstehen.
Echter Mehltau zeigt häufig einen abwischbar wirkenden weißen Belag auf Blattoberflächen und wird von verschiedenen spezialisierten Pilzen verursacht.
Falscher Mehltau verursacht je nach Wirt Blattflecken und oft einen Belag auf der Blattunterseite und benötigt meist feuchte Bedingungen.
Frostschäden entstehen, wenn empfindliches Pflanzengewebe durch niedrige Temperaturen geschädigt oder zerstört wird.
Grauschimmel wird häufig durch Botrytis-Arten verursacht und tritt besonders an geschwächtem oder dauerhaft feuchtem Pflanzengewebe auf.
Ein Kulturschutznetz bildet eine mechanische Barriere gegen bestimmte Tiere. Maschenweite und dicht geschlossene Ränder entscheiden über die Wirkung.
Mehltau ist ein Sammelbegriff für verschiedene Pilzkrankheiten, darunter Echter und Falscher Mehltau mit unterschiedlicher Biologie.
Nekrose ist abgestorbenes Pflanzengewebe. Ursachen können Verletzungen, Frost, Trockenheit oder Krankheitserreger sein.
Nützlinge sind Organismen, die aus gärtnerischer Sicht erwünschte Funktionen erfüllen, etwa Schädlinge begrenzen oder Blüten bestäuben.
Pflanzendiagnose ist das systematische Eingrenzen einer Schadursache anhand von Symptomen, Standort, Verlauf und möglichen Auslösern.
Pflanzenhygiene umfasst Maßnahmen, die eine Verschleppung von Krankheiten und Schädlingen begrenzen sollen.
Vorübergehende getrennte Aufstellung neuer Pflanzen erleichtert das Erkennen eingeschleppter Schädlinge. Sie ist eine praktische Vorsorgemaßnahme.
Quarantäneschädlinge sind amtlich geregelte Schadorganismen, für die besondere Melde- und Bekämpfungsvorschriften gelten können.
Resistenz ist eine verminderte Anfälligkeit gegenüber einem bestimmten Erreger oder Schädling. Umfang und Beständigkeit sind von der Sorte abhängig.
Salzschäden können durch hohe Salzkonzentrationen im Boden oder Substrat entstehen und Wasseraufnahme sowie Wurzeln beeinträchtigen.
Eine Schadschwelle beschreibt, ab wann ein Befall eine relevante Beeinträchtigung verursacht. Im Hausgarten hängen Entscheidungen auch von Nutzung und …
Schneckenfraß zeigt sich häufig als unregelmäßige Fraßstellen und kann junge Pflanzen in feuchten Perioden stark beeinträchtigen.
Helle oder verbräunte Blattstellen können durch zu starke Sonneneinstrahlung entstehen, besonders nach abruptem Standortwechsel.
Spinnmilben sind sehr kleine Spinnentiere, die Pflanzenzellen aussaugen und bei starkem Befall feine Gespinste bilden können.
Thripse sind kleine saugende Insekten, deren Fraß an Blättern und Blüten silbrige oder vernarbte Schäden verursachen kann.
Tolerante Pflanzen können einen bestimmten Befall oder Stress vergleichsweise besser verkraften. Der Auslöser kann trotzdem vorhanden sein.
Trauermücken sind kleine dunkle Fliegen, deren Larven in feuchtem Substrat leben und junge Wurzeln schädigen können.
Weiße Fliegen sind kleine pflanzensaugende Insekten, die besonders an geschützten Kulturen und Blattunterseiten auftreten können.
Welke beschreibt erschlafftes Pflanzengewebe durch gestörten Wasserhaushalt. Sie kann sowohl bei Trockenheit als auch bei Wurzelschäden auftreten.
Wurzelfäule bezeichnet das Absterben und Zersetzen von Wurzeln durch ungünstige Standortbedingungen oder Krankheitserreger.
Wühlmäuse können Wurzeln und unterirdische Pflanzenteile benagen und dadurch plötzliches Welken verursachen.
Eine Anbaupause ist ein Zeitraum, in dem eine Pflanzenfamilie auf einer Fläche nicht angebaut wird, um bestimmte Krankheitsrisiken zu senken.
Beetbreite sollte so gewählt werden, dass Pflege und Ernte möglichst ohne Betreten der Kulturfläche möglich sind.
Ein Beetplan hält fest, welche Kulturen wann und wo angebaut werden und erleichtert Fruchtfolge, Abstände und Nachkulturen.
Erntefenster bezeichnet den Zeitraum, in dem eine Kultur oder Sorte voraussichtlich in geeigneter Qualität geerntet werden kann.
Flächennutzung beschreibt, wie Beet- oder Gartenfläche über die Saison auf Kulturen, Wege und andere Funktionen verteilt wird.
Folgesaaten sind zeitlich versetzte Aussaaten derselben oder passender Kulturen. Sie können die Ernte über einen längeren Zeitraum verteilen.
Genussreife ist der Zustand mit günstigen Eigenschaften für den Verzehr. Manche Lagerfrüchte erreichen ihn erst nach der Ernte.
Kulturrotation beschreibt den geplanten Wechsel von Pflanzenfamilien oder Kulturgruppen auf einer Fläche über mehrere Anbaujahre.
Kulturzeit umfasst den Zeitraum von Aussaat oder Pflanzung bis zur Ernte beziehungsweise zum Ende einer Kultur.
Lagerfähigkeit beschreibt, wie gut Erntegut unter geeigneten Bedingungen erhalten bleibt. Sorte, Erntezustand und Verletzungen spielen zusammen.
Eine Nachkultur nutzt eine Fläche nach der Ernte der vorherigen Kultur. Verbleibende Wärme, Licht und Zeit begrenzen die Auswahl.
Partnerkultur bezeichnet den gemeinsamen Anbau verschiedener Kulturen, deren Platz-, Licht- und Pflegeansprüche miteinander vereinbar sein sollen.
Pflanzabstand ist der Abstand zwischen Pflanzen, der ihren späteren Platzbedarf berücksichtigt. Er beeinflusst Durchlüftung und Konkurrenz.
Pflanzdichte beschreibt die Zahl von Pflanzen pro Fläche und ergibt sich aus Reihen- und Pflanzenabstand.
Ein Pflanzplan dokumentiert Position, Abstände und Kombinationen geplanter Pflanzen vor der Umsetzung im Garten.
Der Pflanztermin bezeichnet den geeigneten Zeitraum, in dem Jungpflanzen oder Gehölze an ihren vorgesehenen Standort gesetzt werden.
Ein Pflegeweg schafft Zugang zu Beeten und Pflanzungen, ohne den durchwurzelten Boden unnötig zu verdichten.
Pflückreife bezeichnet den geeigneten Zeitpunkt zum Abnehmen einer Frucht. Sie kann bei Lagerobst vor der optimalen Essreife liegen.
Reifegruppen ordnen Sorten grob nach früher, mittlerer oder später Entwicklung und helfen bei der Saisonplanung.
Reihenabstand bezeichnet den Raum zwischen Pflanz- oder Saatreihen. Neben dem Wuchs muss er Pflege und Ernte ermöglichen.
Ein Saatfenster ist der Zeitraum, in dem die Aussaat einer Kultur unter den üblichen Bedingungen sinnvoll möglich ist.
Ein Saatplan ordnet Aussaattermine, Mengen und Standorte über die Saison und hilft, Arbeit und Ernte zu verteilen.
Satzweiser Anbau bedeutet, eine Kultur in mehreren zeitlich versetzten Sätzen anzubauen, um die Ernte zu staffeln.
Schwachzehrer kommen im Vergleich mit vielen Gemüsekulturen mit geringerer zusätzlicher Nährstoffzufuhr aus.
Selbstversorgung im Garten bedeutet, einen Teil des eigenen Bedarfs an Gemüse, Obst oder Kräutern selbst zu erzeugen.
Staffelanbau kombiniert unterschiedliche Saat-, Pflanz- oder Erntetermine, um Flächen und Erntezeiten besser zu verteilen.
Starkzehrer ist eine gärtnerische Einordnung von Kulturen mit vergleichsweise hohem Nährstoffbedarf. Der konkrete Bedarf bleibt standortabhängig.
Beim Vereinzeln werden zu dicht stehende Sämlinge entfernt oder umgesetzt, sodass die verbleibenden Pflanzen Raum erhalten.
Der Voranzuchttermin legt fest, wann eine Kultur geschützt ausgesät wird, damit die Jungpflanzen zum Pflanztermin passend entwickelt sind.
Vorfrucht nennt man die Kultur, die vor einer anderen auf derselben Fläche stand. Sie beeinflusst Planung, Erntereste und mögliche Krankheitsrisiken.
Zwischenkulturen nutzen zeitliche oder räumliche Lücken zwischen Hauptkulturen. Sie können Ernte oder Bodenbedeckung liefern.