Kurzentscheidung
So gehst du vor
Ernte nur aufgetaute Pflanzen und vermeide das Betreten nasser Beete. Schneide oder pflücke portionsweise entsprechend der Kultur. Belasse gesunde Restpflanzen möglichst unbeschädigt.
Darauf kommt es bei der Pflege an
Lüfte Vlies oder geschützte Beete bei geeigneter Witterung. Entferne faule Blätter vorsichtig, um die gesunden Pflanzen zu schonen. Plane wegen kurzer Tage keine schnelle Nachproduktion ein.
Diese Fehler vermeiden
Gefrorene Blätter brechen leicht und werden nach dem Auftauen matschig. Eine große Komplettabernte kann die verfügbare Wintermenge unnötig verkürzen. Schutzabdeckungen brauchen trotzdem Kontrolle.
Halte einen festen Zugang frei. So erreichst du die Ernte, ohne bei jedem Besuch die Wurzelzone zu verdichten.
Kälte vertragen heißt nicht jederzeit ernten
Feldsalat, Lauch und robuste Kohlarten können je nach Sorte länger im Beet bleiben. Das bedeutet aber nicht, dass ihre Blätter bei starkem Frost ohne Schaden angefasst werden sollten. Warte möglichst, bis gefrorene Pflanzen wieder aufgetaut sind, und betrete keine wassergesättigten oder gefrorenen Beete. So schonst du sowohl das Erntegut als auch die Bodenstruktur.
Feldsalat und Kohl brauchen unterschiedliche Pflege
Ernte Feldsalatrosetten sauber am Ansatz und sortiere feuchte oder beschädigte Blätter zeitnah aus. Bei Rosenkohl und anderen Kohlarten hängt die Ernte vom Entwicklungsstand der einzelnen Sorte ab. Vlies kann bei empfindlicheren Salaten helfen; kontrolliere darunter regelmäßig Feuchtigkeit und Luftzufuhr. In sehr kalten Regionen ist ein geschütztes Frühbeet oft verlässlicher als ein ungeschütztes Beet.
Praktischer Kontrollpunkt
- Salat bei trockener, frostfreier Gelegenheit ernten und rasch kühl lagern.
- Kohl nach Reife und Sorte ernten, nicht allein nach Monatskalender.
Eigenständig formulierte Hinweise. Termine sind Richtwerte für Deutschland; Sorte, Standort und Wetter entscheiden mit.