Zwischen Wachstumsschub und kalten Nächten

Im April lohnt sich ein genauer Blick auf die Vorhersage. Tagsüber können Pflanzen im geschützten Bereich draußen stehen, während nachts noch Frost droht. Gewöhne Jungpflanzen schrittweise an Sonne und Wind. Stelle sie zunächst geschützt auf und verlängere die Zeit allmählich. Abhärten verändert jedoch nicht die grundsätzliche Frostempfindlichkeit. Ein warmer Nachmittag ist deshalb kein verlässlicher Beleg für eine sichere Freilandpflanzung.

Im Beet helfen kleine Folgesaaten, die spätere Ernte zu verteilen. Prüfe, ob Kartoffeln bereits in einen ausreichend erwärmten, abgetrockneten Boden gelegt werden können. Beim Rasen richtet sich der erste Schnitt nach Wachstum und Bodenzustand. Entferne zunächst Laub und lose Äste. Starke Eingriffe sind keine Pflichtübung für jedes Frühjahr: Suche bei kahlen oder vermoosten Stellen zuerst nach Ursachen wie Schatten, Verdichtung oder dauerhafter Nässe.

Einfacher Praxistipp

Lege für empfindliche Jungpflanzen einen einfachen Rückstellplatz fest, bevor du sie tagsüber ins Freie bringst. Ein Tablett erleichtert das Tragen mehrerer kleiner Töpfe. Beschrifte neue Aussaatreihen sofort und halte in einer kurzen Liste fest, wo bereits etwas keimt. So bleibt beim Nachsäen genügend Abstand. Kontrolliere nach kräftigem Regen besonders Gefäße und Untersetzer auf stehendes Wasser. Plane außerdem einen kurzen Rundgang am Abend ein, wenn für die Nacht deutlich sinkende Temperaturen angekündigt sind.